Berlin - Aufmerksame Zeugen haben im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg geholfen, einen mutmaßlichen Brandstifter zu überführen. Nach Angaben der Polizei hatten Anwohner in der Nacht zu Donnerstag gegen 3.40 Uhr einen Mann beobachtet, wie er sich in der Rigaer Straße an einem geparkten Ford zu schaffen machte. Kurz nachdem er vom Auto entfernt hatte, sollen plötzlich Flammen an dem Auto aufgelodert haben. 

Alarmierte Polizisten versuchten das Feuer, das sich mittlerweile ausgebreitet hatte, zu löschen. Sie wurden kurz darauf von Einsatzkräften der Feuerwehr unterstützt. Noch in der Nähe der Brandstelle wurde ein 35-jähriger Verdächtiger, den die Zeugen zuvor am Ford bemerkt hatten, festgenommen. Da eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann, wurde er dem Staatsschutz übergeben. 

Gegen 6 Uhr musste die Feuerwehr erneut ausrücken. Diesmal hatte jemand in der Brusebergstraße in Reinickendorf ein Fahrzeug angezündet. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen. Das Auto brannte jedoch aus.

Rund um die Rigaer Straße gibt es seit vielen Jahren immer wieder Brandanschläge. Dabei werden fast immer Autos von Anwohner oder ihren Besuchern angezündet. In der Straße befindet sich das linksautonome Wohnprojekt Rigaer 94. Die Polizei registriert im Zusammenhang mit dem Haus immer wieder Straftaten. Nach der Räumung des benachbarten „anarcha-queer-feministischen Hausprojekts Liebig 34“ werden zudem häufig Sicherheitsleute angegriffen, die die Baustelle bewachen.