Berlin - Das LKA ermittelt gegen einen Berliner Polizisten. Der schwere Vorwurf lautet: „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen“. Dem Tagesspiegel, der als Erstes über den Fall berichtet hat, liegt ein Foto vor. Auf dem Bild posiert der Polizeibeamte grinsend neben einem schwarzen Gefangenen: Der Mann sitzt, die Hände auf dem Rücken, zusammengekauert auf dem Rücksitz eines Einsatzwagens.

Wie ein Polizei-Sprecher der Zeitung erklärte, sei das Foto echt und inzwischen auch bekannt. Neben den Ermittlungen des LKA würden auch direkte dienstrechtliche Konsequenzen für den Polizisten erfolgen. Das Foto sei herabwürdigend und erniedrigend. „Bereits durch die Fertigung steht der Verdacht der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs beziehungsweise der Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen im Raum.“

Der Beamte soll dem Medienbericht zufolge einen arabischen Hintergrund haben. Er soll im Polizeipräsidium gearbeitet haben, galt als außerdem als Vorzeige-Kollege.