Berlin - Nach dem Mord an einer 92-jährigen Seniorin in Berlin-Charlottenburg kommen nun weitere Details ans Licht. Nach Informationen der Berliner Zeitung hat der tatverdächtige Pfleger die Frau in ihrer Wohnung vergewaltigt. Die Rentnerin habe aufgrund der Misshandlungen so schwere Verletzungen erlitten, dass sie starb, heißt es aus Ermittlerkreisen. Der Sohn der Toten habe den 41-jährigen Verdächtigen ertappt und den Notruf gewählt. Er hielt den Mann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest.

Der Anruf ging am Montag gegen 16.40 Uhr bei Polizei und Feuerwehr ein. „Jemand hatte völlig aufgebracht die 110 und die 112 gewählt, woraufhin die Einsatzkräfte sofort zu der Wohnung eilten“, erklärte eine Polizeisprecherin wenige Stunden nach der Tat. Polizisten nahmen den Mann am Tatort fest und übergaben ihn einer Mordkommission.

Der Pfleger, der sich ambulant um die betagte Dame kümmern sollte, erhielt am Dienstagabend Haftbefehl wegen Sexualmordes. Er ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft dringend tatverdächtig, die Seniorin in ihrer Wohnung an der Schlüterstraße sexuell misshandelt und getötet zu haben.

Verdächtiger Pfleger war bei Ankunft der Polizei noch in der Wohnung

Die Rettungskräfte der Feuerwehr versuchten noch, die Frau zu reanimieren. Doch für sie kam jede Hilfe zu spät. Sie erlag in der Wohnung ihren schweren Verletzungen. Der Pfleger wurde am Abend festgenommen, während Kriminaltechniker mögliche Beweise am Tatort sicherten. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären.

Ermittler der 3. Mordkommission übernahmen umgehend die Ermittlungen, befragten Nachbarn und suchten nach Zeugen. Ob in der Wohnung Spuren gefunden wurden, die den Tatverdacht erhärten, war zunächst unklar. Gesicherte Spuren wie DNA und Fingerabdrücke müssten erst noch ausgewertet werden.