Berlin - Ein mutmaßlicher Drogendealer hat sich am Sonnabend in Friedrichshain eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, beobachtete ein Polizist, der gegen 18.15 Uhr außer Dienst in der Rüdersdorfer Straße unterwegs war, wie zwei Männer einem dritten Mann Drogen in einem VW verkauften.

Der Polizist informierte seine Kollegen über seine Beobachtungen, sodass diese dem VW folgen konnten. Schließlich forderten sie den Fahrer des VW in der Stralauer Allee zum Anhalten auf. Der Fahrer drosselte seine Geschwindigkeit zunächst und blinkte auch, dann beschleunigte er jedoch und flüchtete in Richtung Elsenbrücke.

Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf. Dabei konnten sie beobachten, wie der Beifahrer mehrere kleine Plastikgefäße aus dem Fenster des Wagens warf. Diese wurden später zerstört und daher von der Polizei ohne Inhalt aufgefunden.

Der mutmaßliche Mittäter konnte entkommen

Die Flucht setzte sich über den Markgrafendamm zur Corinthstraße fort, wo nach einer Vollbremsung der Beifahrer das Fahrzeug verließ und in Richtung Bossestraße entkam. Der Fahrer flüchtete weiter und missachtete dabei Vorfahrtsregeln, rote Ampeln und Geschwindigkeitsgebote. 

Er fuhr weiter über Am Rudolfplatz bis zur Rotherstraße Ecke Danneckerstraße, wo er plötzlich anhielt. Die Beamten nahmen den 22-Jährigen fest. Die Polizisten durchsuchten den Golf und fanden dabei Betäubungsmittel und Geld. Das Auto und die Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Der Festgenommene konnte nicht nur keinen Führerschein vorweisen, sondern machte nach Angaben der Polizei außerdem den Eindruck, als hätte er selbst Drogen konsumiert. Deshalb wurde er zu einer Polizeidienststelle gebracht, wo er sich einer Blutentnahme und einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen musste. Nachdem auch seine Wohnung durchsucht wurde und dabei eine geringe Menge eines mutmaßlichen Betäubungsmittels gefunden wurde, wurde er entlassen. Die Ermittlungen gegen ihn und seinen noch unbekannten mutmaßlichen Mittäter dauern an.