Zwei Männer haben sich als Polizisten ausgegeben und mitten in der Nacht eine Seniorin in Berlin-Friedrichshain geschlagen und ausgeraubt. Die Täter hatten nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Montag um 3.15 Uhr an der Wohnungstür der 72-Jährigen geklingelt. Um sich ihr Vertrauen zu erschleichen, erzählten sie der Frau, dass sie von der Polizei seien und ihr eine schlechte Nachricht überbringen müssten. Die Männer hätten demnach behauptet, dass die Enkelin der Rentnerin verunglückt sei.

Nachdem die Seniorin die Wohnungstür geöffnet hatte, soll einer der beiden Männer sie geschlagen, gewürgt und in die Wohnung zurückgedrängt haben. Der Angreifer habe laut Polizei dann ein Messer gezogen und gedroht, den Hund der Frau zu töten, wenn sie schreien würde. Während einer der Räuber die Frau festhielt, soll der andere das Schlafzimmer nach Wertgegenständen durchsucht haben. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei hätten die Eindringlinge Bargeld erbeutet.

Anschließend flüchteten sie und ließen die Seniorin und ihren Hund in der Wohnung zurück. Erst am Nachmittag vertraute sich die Seniorin ihrer Enkelin an, die schließlich die Polizei alarmierte. Der Fall wurde inzwischen Ermittlern eines Fachkommissariats für Raubdelikte übergeben.

Um sich vor Trickbetrügern zu schützen, die sich als Polizeibeamte ausgeben, empfiehlt die Berliner Polizei, sich immer den Dienstausweis zeigen zu lassen. Zudem sollten Bürger nur so viel Bargeld wie nötig mitführen oder zu Hause haben. In einer Übersicht erklärt die Polizei, wie die richtigen Amtskennzeichen und Dienstausweise aussehen.