Berlin - Ein Passant hat am Mittwochnachmittag eine leblose Person auf der Spree in Berlin-Mitte treiben sehen und die Polizei alarmiert. Der Fußgänger sei über die Hugo-Preuß-Brücke spaziert, als er laut Polizei um 15.20 Uhr den toten Menschen entdeckte. Der Fundort befindet sich direkt am Berliner Hautbahnhof.  

Als Polizisten die Schilderungen des Zeugen kurz darauf bestätigten, rückten Feuerwehrleute mit einem Rettungsboot an und zogen die Wasserleiche ans Alexanderufer, erklärte ein Mitarbeiter aus dem Lagezentrum der Feuerwehr. Der Leichnam ist derzeit bei der Gerichtsmedizin, wo eine Obduktion Aufschluss über die genaue Todesursache geben soll, sagte eine Polizeisprecherin. Derzeit könne nicht gesagt werden, ob es ein Verbrechen oder einen Unfall gegeben hatte. Ebenfalls unklar sei, ob es sich um eine tote Frau oder einen toten Mann handelt, so die Sprecherin. Auch die Vermisstenstelle der Berliner Polizei wurde bereits über den Fall informiert. 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der oder die Tote bereits einige Tage im Wasser war. Laut Rechtsmedizinern taucht eine Wasserleiche erst dann wieder auf, wenn ihr die bei der Leichenfäulnis entstehenden Gase genügend Auftrieb geben. Im kalten Wasser setzt dieser Prozess später ein als in warmem Wasser.