Gefälschte Uhren verkauft: Rolex-Betrüger erbeutet über 40.000 Euro

Mit gefälschten Luxusuhren lässt sich viel Geld verdienen. In Berlin steht nun ein Mann wegen der Betrugsmasche vor Gericht.

Für die gefälschten Uhren zahlten Käufer teils mehr als 10.000 Euro.
Für die gefälschten Uhren zahlten Käufer teils mehr als 10.000 Euro.imago

Teure Armbanduhren der Marke Rolex gelten weithin als Statussymbol. Umso mehr lässt sich mit dem Verkauf der edlen Zeitmesser verdienen – vor allem dann, wenn die vermeintlichen Luxusartikel sich im Nachhinein als billige Fälschungen herausstellen. In Berlin hat ein mutmaßlicher Betrüger nun mit dem Handel von Plagiaten sowie durch den Verkauf nicht existenter Uhren insgesamt 43.550 Euro erbeutet.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin am Freitag mitteilt, soll der Tatverdächtige schon im Oktober 2021 in Berliner Pfandleihhäusern jeweils über 10.000 Euro für zwei gefälschte Rolex-Uhren bekommen haben. Ein Versuch, mit der selben Masche eine Fälschung des Modells „Oyster Perpetual Superlative Chronometer“ zu verkaufen, blieb im März 2022 jedoch erfolglos. Der Pfandleiher durchschaute offenbar den Betrugsversuch und alarmierte die Polizei.

15.000 Euro für nicht existente Rolex

Neben dem Handel mit Plagiaten soll der Angeklagte auch im Online-Verkauf sein Unwesen getrieben haben. Den Angaben zufolge ließ sich der 30-Jährige im Sommer 2022 – kurz bevor sein Schwindel schließlich aufflog – von zwei ahnungslosen Interessenten Zahlungen von 2800 Euro, beziehungsweise sogar 15.000 Euro, für angeblich zum Verkauf stehende Luxusuhren überweisen. Die Käufer gingen in beiden Fällen leer aus.

Gegen den Rolex-Schwindler wurde nun vor dem Amtsgericht Tiergarten Anzeige wegen insgesamt fünf Taten des, zum Teil versuchten, gewerbsmäßigen Betruges erhoben. Daneben muss sich der 30-Jährige auch wegen Verstoßes gegen das Markengesetz verantworten.