Berlin - Einsatzkräfte der Polizei Berlin haben in der Nacht zu Montag einen Einbrecher festgenommen, der in Mariendorf mit weiteren Männern einen Geldautomaten gesprengt haben soll. Drei seiner Komplizen konnten zu Fuß und mit einem Mercedes vom Tatort flüchten. Trotz kurzer Verfolgungsjagd konnten Polizisten das Trio nicht mehr einholen. 

Die Polizisten waren um 0.50 Uhr zu einer Postfiliale an der Königsstraße alarmiert worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten Anwohner eine Explosion gehört und den Notruf gewählt. Ein weiterer Zeuge habe beobachtet, wie zwei der Täter aus dem Postgebäude kamen. Als sie die Polizisten sahen, rannten sie in entgegengesetzte Richtungen. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und konnten einen der Verdächtigen festnehmen. Der 27-jährige soll dabei die Geldkassette fallen gelassen haben. Sie wurde als Beweismittel sichergestellt. 

Fluchtwagen rammt Streifenwagen und rast über Gehweg 

Zwei weitere Täter sollen nach Angaben der Polizei mit dem Fluchtwagen einen Streifenwagen gerammt haben, als dieser am Tatort eintraf. Der Mercedes sei dann mit einem gefährlichen Manöver über den Gehweg entkommen. Am Polizeifahrzeug entstand leichter Sachschaden, weshalb die Täter trotz kurzer Verfolgung flüchten konnten. Der Fahrer des Fluchtwagens soll laut Polizei noch zwei geparkte Fahrzeuge beschädigt haben.

Der festgenommene Verdächtige ist nach Angaben der Polizei 27 Jahre alt. Er kam zunächst in ein Polizeigewahrsam, anschließend wurde er der Kriminalpolizei überstellt. Ob die Farbpatrone in der Geldkassette platzte, war zunächst unklar. Die Suche nach den drei Komplizen dauert an.