Berlin - Zwei aggressive Männer haben in Gesundbrunnen Polizisten bei einer Verkehrskontrolle angegriffen, weil sie das Vorgehen der Beamten für überzogen hielten. Wie die Polizei mitteilte, war der Besatzung eines Streifenwagens am Freitagabend ein Auto aufgefallen, das in der zweiten Reihe an der Badstraße parkte. Als der Fahrer sich offenbar einer drohenden Kontrolle entziehen wollte und losfuhr, sahen die Polizisten, dass ein kleines Kind auf dem Rücksitz nicht vorschriftsmäßig gesichert war.

Als die Beamten das Fahrzeug stoppten und den Fahrer auf sein Fehlverhalten ansprachen, habe er nach Angaben der Polizei sofort aggressiv reagiert. Er zeigte den Einsatzkräften einen Führerschein, der offensichtlich gefälscht war. Kollegen auf dem nächsten Polizeiabschnitt überprüften daraufhin die Angaben auf dem Dokument und stellten fest, dass der 22-Jährige tatsächlich keine Fahrerlaubnis besitzt. Obwohl der junge Mann aufgrund der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis nicht weiterfahren durfte, versuchte er mit dem Auto einfach weiterzufahren.

23-Jähriger versucht seinen Bruder zu befreien

Die Polizisten sollen ihm daraufhin den Autoschlüssel weggenommen und ihm Handfesseln angelegt haben. Dabei habe der 22-Jährige laut Polizei massiven Wiederstand geleistet. Um eine Festnahme zu verhindern, soll sein 23- jähriger Bruder, der als Beifahrer im Wagen saß, den zweiten Polizisten angegriffen haben. Dabei wurde der Beamte an der Hand verletzt.

Ein Polizist habe sich mit Pfefferspray wehren müssen, um weitere Attacken zu verhindern. Beide Männer konnten daraufhin vorläufig festgenommen werden. Der Jüngere kam in einen Polizeigewahrsam, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Sein 23 Jahre alter Bruder wurde nach Feststellung der Personalien am Tatort wieder entlassen.

Gegen die Männer wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Urkundenfälschung und des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.