Ein Jugendlicher soll am Dienstagnachmittag in Berlin-Gesundbrunnen zusammen mit einem weiteren Jugendlichen mehrere Kinder mit einer Schreckschusswaffe bedroht und schließlich in die Luft geschossen haben.

Wie die Polizei mitteilte, trafen die Jungen nach bisherigem Kenntnisstand gegen 17.40 Uhr auf die vier Mädchen im Alter von elf bis zwölf Jahren, die auf einer Sitzbank in der Exerzierstraße, saßen. Einer der beiden Jugendlichen soll eine Schusswaffe gezogen und droht haben, zu schießen, falls die Mädchen nicht aufstehen würden. Dazu soll er einem Mädchen die Waffe an den Kopf gehalten haben.

Zwölfjährige erleidet Knalltrauma

Sein mutmaßlicher Komplize soll vorgeschlagen haben, er solle doch auf die Beine schießen, damit sie nicht mehr laufen können. Die Mädchen standen schließlich auf, woraufhin der eine Jugendliche dann mehrmals in die Luft geschossen haben soll. Anschließend flüchtete das Duo. Eine Zwölfjährige erlitt durch die Schüsse ein Knalltrauma.

Alarmierte Polizisten suchten die nähere Umgebung ab und konnten einen tatverdächtigen 15-Jährigen stoppen, der festgenommen wurde. Weitere Ermittlungen führten zu seinem gleichaltrigen, mutmaßlichen Mittäter, der auch geschossen haben soll.

SEK findet mutmaßliche Tatwaffe

Die Polizei erwirkte einen richterlicher Durchsuchungsbeschluss, den Spezialeinsatzkräfte anschließend in der Seestraße vollstreckten. Bei der Durchsuchung fanden sie die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schreckschusswaffe. Der mutmaßliche Schütze wurde ebenfalls festgenommen und kam für erkennungsdienstliche Maßnahmen in einen Polizeigewahrsam. Anschließend musste er von seinem Vater auf der Polizeidienststelle wieder abgeholt werden.

Der  15-jährige mutmaßliche Komplize wurde nach den polizeilichen Maßnahmen seiner Mutter übergeben. Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz geführt.