In Berlin-Gesundbrunnen sind zwei 13-jährige Kinder am Samstagabend aus einer Gruppe von anderen Kindern und Jugendlichen attackiert und ausgeraubt worden. Wie die Berliner Polizei am Sonntag mitteilt, hätten die beiden 13-Jährigen nach eigenen Angaben gegen 19.40 Uhr auf einem Fußballplatz in der Stralsunder Straße gespielt, als plötzlich drei weitere Jungen hinzukamen. Zunächst hätten die Jungen gemeinsam gespielt, dann sei es jedoch zu einer Prügelei gekommen.

Hierbei soll ein 14-Jähriger mit einem Messer gedroht und unter Gewaltanwendung die Aushändigung von Wertsachen gefordert haben. Die beiden 13 Jahre alten Begleiter des 14-Jährigen sollen auf die anderen 13-Jährigen eingeschlagen, eingetreten und diese mit Reizgas besprüht haben, so die Polizei. Weitere Kinder und Jugendliche sollen zugesehen und über die Situation gelacht haben. Den beiden Beraubten gelang schließlich die Flucht und sie verständigten die Polizei.

Polizei stellt Messer und mutmaßliches Raubgut sicher

Während einer Absuche der Umgebung entdeckten Polizeikräfte die drei Haupttäter und zwei weitere Beteiligte. Bei der Festnahme leistete der 14-Jährige erheblichen Widerstand und versuchte mehrfach, die Polizeibeamten zu attackieren. Zudem versuchte er immer wieder, Umstehende gegen die Einsatzkräfte aufzuwiegeln, heißt es.

Erst nachdem ihm Handfesseln angelegt wurden, beruhigte er sich, so die Polizei. Die Personalien der vier 13 Jahre alten Jungen und des 14-Jährigen wurden aufgenommen und mehrere bei ihnen gefundene Messer und mutmaßliches Raubgut sichergestellt. Die Kinder wurden anschließend ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Die beiden überfallenen 13-Jährigen mussten offenbar aufgrund erlittener Verletzungen beide ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittlungen wegen schweren Raubes sowie Widerstands dauern an.