Berlin - Im Berliner Park am Gleisdreieck ist es erneut zu einer Gewalttat gekommen. In der Nacht zu Donnerstag hat eine junge Frau einen Jugendlichen mit einem Messer verletzt, bestätigte die Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung. In der Kreuzberger Grünanlage kommt es seit Monaten immer wieder zu Schlägereien unter Jugendlichen und Heranwachsenden. Zuvor war der Park in den Fokus der Polizei geraten, weil während des Lockdowns dort regelmäßig illegale Corona-Partys stattfanden. 

Der jüngste Fall wurde laut ersten Erkenntnissen der Ermittler durch eine sexuelle Belästigung ausgelöst. Demnach hielten sich wie fast jede Nacht an der Skateranlage im Park mehrere Jugendliche und Heranwachsende auf.

Jungs begrabschen Mädchen – junge Frau zieht ein Messer 

Gegen 4 Uhr soll dann ein Mädchen von zwei Jungs begrabscht worden sein. Eine 19-Jährige habe daraufhin ein Messer gezogen und damit einen der mutmaßlichen Täter, einen 16-Jährigen, angegriffen. Dieser konnte die Attacke zum Teil abwehren, erlitt dabei aber oberflächliche Schnittverletzungen, so eine Polizeisprecherin. 

Der Jugendliche habe sich daraufhin rächen wollen. Zusammen mit einem Freund habe er laut Zeugenaussagen die junge Frau zusammengeschlagen. Die 19-Jährige kam mit Verdacht auf Kieferbruch in ein Krankenhaus, auch die Schnittverletzungen des Schlägers mussten behandelt werden. Die Ermittlungen in dem Fall sind noch nicht abgeschlossen. Da die genaue Konstellation zwischen allen Beteiligten noch nicht klar ist, müssen nun noch weitere Zeugen befragt werden, hieß es. 

In dem Kreuzberger Park will die Polizei nachts weiterhin Präsenz zeigen. In der Vergangenheit wurden dabei auch schon mehrmals Einsatzkräfte angegriffen.