Berlin - Ein 29-Jähriger ist in Kreuzberg mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Nach Angaben der Polizei sei ein Streit mit zwei ihm flüchtig Bekannten der Auslöser für die Gewalttat gewesen. Der Angriff passierte am Montagnachmittag im Görlitzer Park.

Der 29-Jährige habe im Gerangel einen der beiden Männer zu Boden ringen können. Als er ihn festhielt, soll dessen Begleiter ihn mit einem Messer oberflächlich im Gesicht und am Oberkörper verletzt haben. Daraufhin habe er von dem anderen Mann abgelassen. Die beiden Männer flüchteten anschließend.

Während die Wunden ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden, rief der Verletzte die Polizei und zeigte die Tat an. Dazu, ob es bei dem Streit um Drogen ging, wollte er den Polizisten gegenüber keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Im Görlitzer Park kommt es seit Jahren immer wieder zu Streit und Gewalt zwischen Drogendealern. Laut einem Bericht verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr jedoch weniger Begleitkriminalität im Zusammenhang mit Drogenhandel. Demnach seien 36 Prozent weniger Diebstähle, 22 Prozent weniger Raubtaten und 12 Prozent weniger Körperverletzungen registriert worden.

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Drogendelikte, was ein Zeichen dafür ist, dass stärker kontrolliert wird. Polizisten beschlagnahmten 60 Kilo Marihuana, Amphetamine und Kokain und mehr als 290.000 Euro Drogengeld. 62 Haftbefehle konnten Kripo und Staatsanwälte erwirken.