Berlin - Ein mutmaßlicher Drogendealer ist bei der Flucht vor der Polizei fast in einem Teich ertrunken. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Mann am Freitagabend mehreren Streifenbeamten an einem Ausgang des Görlitzer Parks entgegengekommen sein. Als er die Einsatzkräfte bemerkte, sei er weggelaufen, was ihn sehr verdächtig gemacht habe. Zeugen berichteten, der mutmaßliche Dealer sei in Richtung des Görlitzer-Park-Teichs gerannt. Polizisten hätten dann gehört, dass er ins etwa zwei Grad kalte Wasser gesprungen sei.

Die Beamten umstellten den fast 2800 Quadratmeter großen Teich. Eine erste Absuche brachte zunächst keinen Erfolg. Da den Polizisten nicht klar war, dass der Teich nur 50 Zentimeter tief ist und sie nicht ausschließen konnten, dass der Mann ertrinken könnte, forderten sie Unterstützung der Feuerwehr an. Retter suchten daraufhin mit einem Schlauchboot und Taschenlampen den Teich ab, während einige Polizisten im kühlen Nass standen. Auch die Besatzung des Polizeihubschraubers „Pirol“ wurde wegen des Einsatzes einer Wärmebildkamera angefordert.  

Nach knapp einer Stunde intensiver Suche konnte der unterkühlte Mann gefunden und gerettet werden. Der 23-Jährige hatte sich nach Angaben der Polizei im Schilf versteckt und war nicht ansprechbar. Da er nicht auf die Rufe der Polizisten reagierte, sprangen zwei Beamte ins Wasser zogen ihn heraus. Bevor er ins Krankenhaus gebracht werden konnte, stabilisierten ihn die Rettungskräfte und wärmten ihn auf.

Ob die Polizei Drogen in seiner durchnässten Kleidung fand, war zunächst unklar. „Wir gehen aber davon aus, dass er das Rauschgift vorher weggeworfen hatte“, erklärten Einsatzkräfte vor Ort. Polizisten, die den Mann aus dem kalten Wasser fischten, mussten später vom Dienst abtreten.