Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin konnten Polizei und Zoll am Mittwoch fünf mutmaßliche Mitglieder einer Drogenbande festnehmen. Insgesamt 22 Wohnungen, 21 in Berlin und eine in Magdeburg, wurden durchsucht.

Ausgangspunkt der Maßnahmen waren Daten aus dem Messengerdienst Encrochat. Durch diese konnten laut Polizei zunächst vier mutmaßliche Bandenmitglieder im Alter zwischen 24 und 51 Jahren identifiziert werden. Sie stehen im Verdacht, im Zeitraum von März bis Juni 2020 mit 130 Kilogramm Methamphetamin (Crystal Meth), zehn Kilogramm Marihuana, einem Kilogramm Kokain und einem Kilogramm Amphetamin gehandelt zu haben.

Razzia in Berlin: Drogen, Waffen und Bargeld entdeckt

In einem weiteren Ermittlungsverfahren wird einem 41-Jährigen, der mit den vier Männern Drogengeschäfte abgewickelt haben soll, der Vertrieb von 135 Kilogramm Marihuana, sieben Kilogramm Methamphetamin sowie über zehn Kilogramm Kokain zur Last gelegt.

Im Rahmen des Einsatzes konnten alle fünf durch die Staatsanwaltschaft Berlin erwirkten Haftbefehle gegen die Tatverdächtigen vollstreckt werden, drei der Festnahmen erfolgten durch Spezialeinheiten der Polizei (SEK), der Zollfahndung und der Bundespolizei. Insgesamt waren an den Festnahmen und Durchsuchungen über 250 Einsatzkräfte beteiligt.

Bei den Durchsuchungen konnten anderthalb Kilogramm Marihuana und 200 Gramm Haschisch, drei scharfe Faustfeuerwaffen mit Munition und diverse Aufzeichnungen und Datenträger beschlagnahmt werden. Zudem wurden über 60.000 Euro, diverse Luxusuhren sowie ein hochwertiges Fahrzeug sichergestellt.

Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der Datenträger, dauern an. Die Festgenommen befinden sich in Untersuchungshaft.