In sechs Bundesländern wurden am Dienstag Wohnungen durchsucht, darunter auch in Berlin. Nach Angaben der Polizei wurde die Razzia im Auftrag der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung Bochum durchgeführt. Wie die Bochumer Polizei mitteilte, geht es um den Verdacht der bandenmäßigen Steuerhinterziehung sowie der banden- und gewerbsmäßigen Fälschung technischer Aufzeichnungen.

Die Beschuldigten sollen über mehrere Jahre hinweg ein in Berlin und Nordrhein-Westfalen ansässiges Firmengeflecht einschließlich Spielhallen betrieben haben. Zur Verringerung der Steuerlast sollen sie die der Besteuerung zugrundeliegenden sogenannten Auslesedaten aus Geldspielgeräten systematisch manipuliert haben, indem sie die dort ausgewiesenen Umsätze regelmäßig deutlich nach unten korrigierten, so die Polizei. Auf diese Art und Weise soll ein Gesamtsteuerschaden im zweistelligen Millionenbereich entstanden sein, heißt es. Acht Personen wurden offenbar verhaftet.