Grünheide - In der Nähe des künftigen Tesla-Werks bei Berlin haben in der Nacht zu Mittwoch Stromkabel gebrannt. Die armdicken Kabel versorgen unter anderem auch die Baustelle der Autofabrik, die derzeit in Grünheide (Landkreis Oder-Spree) errichtet wird. Trotz des Feuers seien die Kabel aber noch funktionsfähig, weshalb die Stromversorgung nicht unterbrochen sei, teilte ein Sprecher der Polizei am Mittwochmorgen mit.

Der Brand etwa 500 Meter vom künftigen Tesla-Werk entfernt sei gegen 2.40 Uhr entdeckt und in den Morgenstunden gelöscht worden. Es seien nicht nur Stromkabel, sondern auch einige Quadratmeter Waldboden von den Flammen erfasst worden.

Eine linke Gruppe veröffentlichte am Mittwoch ein Bekennerschreiben. Unter dem Autorennamen „Vulkangruppe“ heißt es darin: „Wir haben in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 2021 die Stromversorgung der Baustelle der Tesla-Giga-Fabrik in Grünheide bei Berlin gekappt, indem wir an sechs überirdisch verlegten Hochspannungskabeln Brand gelegt haben.“ Daran schließt sich Kritik an dem Autobauer an.

„Tesla ist weder grün, ökologisch noch sozial“, heißt es in dem auf der linksradikalen Internetseite Indymedia.org veröffentlichten Schreiben. „Unser Feuer steht gegen die Lüge vom grünen Automobil.“ Der Name Vulkangruppe tauchte in den vergangenen Jahren mehrfach im Zusammenhang mit Brandanschlägen auf.

Nach dem Brand ermittelt der Staatsschutz der Polizei auch zu einem möglichen politischen Motiv. Eine Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochvormittag.