Berlin - Die Berliner Polizei hat nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera einen mutmaßlichen Rechtsradikalen identifiziert. Ermittler sind sich sicher, dass der Mann am 6. Februar 2020 im U-Bahnhof Lichtenberg einen Fahrgast rassistisch beleidigt und rechtsradikale Parolen gerufen hat. Da die Polizei in dem Fall nicht weiterkam, veröffentlichte sie am Montag zwei Bilder von dem Verdächtigen - mit Erfolg. Der 41-Jährige ließ am Nachmittag über einen Anwalt mitteilen, dass er der Gesuchte sei. 

Zu der Tat kam es nach Angaben der Polizei zwischen 4.45 und 5 Uhr auf dem Bahnsteig der U5 in Richtung Alexanderplatz. Demnach soll der Verdächtige, der von einem anderem Mann begleitet wurde, mehrmals und lautstark „Heil Hitler“ gebrüllt haben. Dann sei er auf den noch unbekannten Fahrgast zugegangen und habe ihn bedrängt und rassistisch beleidigt. Anschließend soll er den rechten Arm zum „Hitlergruß“ gehoben und wieder „Heil Hitler“ geschrien haben, teilte die Polizei mit. Eine 35-jährige Zeugin soll von dem gesuchten Mann und dessen Begleiter ebenfalls beleidigt worden sein. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.