Ein Autofahrer ist aus bisher ungeklärter Ursache am Sonntagabend in Hohenschönhausen vor der Berliner Polizei geflüchtet und verursachte dabei einen Unfall. Wie die Berliner Polizei am Montagmorgen bestätigte, kam der betrunkene Fahrer eines Audi A3 auf dem Wartenberger Weg, kurz nach der Unterführung einer Bahnstrecke, nach rechts von der Fahrbahn ab und landete in einem steilen Straßengraben.

Nach Angaben der Polizei stellte sich der 43-Jährige dann mit einem Schlagstock in der Hand auf die Fahrbahn und versuchte Autofahrer zu stoppen. Dabei habe er immer wieder lauthals geschrien und sei sehr aggressiv gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Als alarmierte Polizisten eintrafen, attackierte der offenbar mehr als 100 Kilogramm schwere Mann die Beamten und leistete heftigen Widerstand. Selbst am Boden soll er sich noch erheblich gegen die Festnahme gewehrt haben, so Zeugen. Innerhalb weniger Minuten sollen über ein Dutzend Polizisten in Uniform und zivil an der Einsatzstelle gewesen sein.

Der schlussendlich überwältigte Mann wurde von Notfallsanitätern behandelt. Ihm sollen die Augen ausgespült worden sein, da die Einsatzkräfte Pfefferspray einsetzen mussten. Noch im Rettungswagen mussten mehrere Beamte ihn beruhigen, heißt es. „Erst als die Kollegen ihn fixiert hatten, konnten die Rettungskräfte ihn versorgen und in ein Krankenhaus bringen“, sagte die Sprecherin.

Da nicht klar war, ob der 43-Jährige nur volltrunken war oder ob er auch psychische Probleme hatte, kam er für ein psychiatrisches Gutachten in eine Klinik. Nach Informationen der Berliner Zeitung ermitteln die eingesetzten Beamten auch, ob der Mann allein im Fahrzeug saß. Der Wagen wurde anschließend sichergestellt. Der Mann muss nun mit mehreren Anzeigen rechnen.