Berlin -  Homophob beleidigt, geschlagen und gewürgt: Zwei Tatverdächtige sind nach einem Angriff auf zwei junge Männer in der Nacht zum Dienstag in Berlin-Charlottenburg vorübergehend festgenommen worden. Das teilte die Polizei mit. Ein 22-Jähriger und sein 17 Jahre alter Begleiter wurden demnach jeweils leicht verletzt, der Jüngere stand unter Schock. Die mutmaßlichen Angreifer waren laut Polizei „augenscheinlich“ alkoholisiert. Ihnen sei Blut abgenommen worden, bevor sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden.

Nach ersten Erkenntnissen soll zunächst ein 17-Jähriger dem 22-Jährigen mit dem Vorderrad seines Fahrrads in die Hacken gefahren und ihn homophob beleidigt haben. Danach soll er auf ihn eingeschlagen und ihn am Hinterkopf getroffen haben. Ein 19-jähriger mutmaßlicher Komplize soll mehrfach gegen den Kopf des 17-jährigen Begleiters geschlagen haben. Er soll sich auf den Gestürzten gesetzt und ihn gewürgt haben. Der Heranwachsende konnte sich laut Polizei schließlich mit einem Schlag in den Intimbereich befreien.

Die mutmaßlichen Täter flüchteten demnach, als die Angegriffenen ankündigten, die Polizei zu rufen. Alarmierte Einsatzkräfte hätten die Gesuchten aber schnell aufgespürt. Gegen sie werde nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Beleidigung und Trunkenheit im Verkehr ermittelt.