Berlin - Ein Berliner Familie sucht über Facebook nach ihrem vermissten Hund Oskar. Die emotionalen Aufrufe gehen aktuell im Netz viral. Der Hund verschwand vor etwa zwei Wochen, am 9. September, am S-und U-Bahnhof Pankow. Ein Familienvater, der nach dem Verschwinden des Hundes regelmäßig Facebook-Aufrufe postet, glaubt an eine Entführung. Die Familie hat in der ganzen Stadt Flyer verteilt, die Polizei ermittelt, viele Berliner helfen mit bei der Suche nach Oskar. Der Hund hat eine Besonderheit: Er zieht ein Bein etwas nach.

Der letzte Facebook-Aufruf wurde über 100 Mal geteilt. 

Quelle: Facebook

Aus dem aktuellen Facebook-Post des Vaters spricht die Verzweiflung. „Wir schweben gerade von einem Hinweis zum nächsten. Es gibt nur Ups and Downs. Die Traurigkeit über das Verschwinden von Oskar überwiegt. Wir wachen morgens mit dem Gedanken auf und gehen mit ihm ins Bett. Keine Zeit für andere Sachen. Wir sind nur am Handy oder am Laptop, um allen Hinweisen nachzugehen. Das Leben ist anders. Deutlich schlechter. Wir vermissen ein Familienmitglied. Das ist das Schlimmste, was es gibt“, schreibt der Mann weiter. Seine vierjährige Tochter Leni frage jeden Tag nach Oskar und er wisse nicht, wie er ihr das Verschwinden erklären soll. 

Ist der vermisste Hund Oskar in Berlin-Kreuzberg?

Die Familie hat mehrere Hinweise aus ganz Berlin erhalten, davon zwei konkretere: Oskar wurde demnach in Berlin-Kreuzberg in der Skalitzer Straße in der Nähe vom Rewe gesehen. Das Tier war in der Begleitung eines Jungen, der etwa zwölf Jahre alt ist. Der zweite Hinweis: Der Familienvater erhielt am Samstag über einige Umwege einen Anruf eines kleinen Jungen, heißt es. Er sagte, sein älterer Bruder habe Oskar geklaut, der Hund sei aber auch ihm entlaufen – am Kottbusser Tor. Danach sei das Handy des Jungen aus gewesen, schreibt der Vater. Eine Rückverfolgung der Nummer durch die Polizei sei erfolglos gewesen. Die Familie glaubt, dass beide Hinweise zusammenhängen und ihr geliebtes Haustier irgendwo in Kreuzberg ist.   

Die Familie bittet weiter um Hilfe und gibt die Hoffnung nicht auf. Der Vater schreibt: „Bitte haltet weiterhin die Augen für uns auf. Wir sind dankbar über alles was ihr schon für Oskar und uns gemacht habt. Wir finden ihn wieder.“