Berlin - Die Zahl der Strafermittlungsverfahren in Zusammenhang mit verbotenen Kraftfahrzeugrennen in Berlin ist stark gestiegen. Dies teilte die Polizei am Montag mit. Mit 750 eingeleiteten Verfahren hätten die Beamten einen Anstieg von mehr als 100 Prozent registriert. 2019 seien es noch 362 Verfahren gewesen. Den Angaben der Polizei zufolge entfielen 254 Taten auf Einzelrennen, 251 waren klassische Kfz-Rennen mit mindestens zwei Teilnehmern und 245-mal seien Personen vor Polizeikontrollen geflohen. 

Insgesamt seien 53 Verkehrsunfälle mit unerlaubten Kraftfahrzeugrennen verursacht worden. Die deutliche Zunahme liege unter anderem auch an den verstärkten Kontrollmaßnahmen durch die Einsatzkräfte, so die Polizei. Erst Anfang Februar fand offenbar ein illegales Autorennen in Treptow statt. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, eine dritte Person starb wenig später im Krankenhaus.