Illegale Corona-Party in Berlin: Mann uriniert in Moschee-Eingang

Die Polizei Berlin löste in Kreuzberg eine Versammlung von rund 200 Menschen vor einem Lokal auf. Ein Partygast urinierte in den Seiteneingang einer Moschee.

Die Polizei Berlin löste die Versammlung mit 200 Teilnehmern auf (Symbolbild).
Die Polizei Berlin löste die Versammlung mit 200 Teilnehmern auf (Symbolbild).imago/phototek

Wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen hat die Polizei in der Nacht zum Samstag eine Party von rund 200 Menschen vor und in einem Lokal in Kreuzberg aufgelöst. Kurz darauf kam es nach Angaben der Polizei zu einem Zwischenfall vor einer nahen Moschee: Ein 19-Jähriger, der von der Party gekommen sei, habe am Seiteneingang des Bethauses uriniert. Ein Sicherheitsmitarbeiter der Moschee habe den 19-Jährigen und seinen 20-jährigen Begleiter zum Weggehen aufgefordert und sie dann unvermittelt mit Reizgas besprüht.

Die jungen Männer hätten eine Anzeige gegen den 30-jährigen Sicherheitsmitarbeiter gestellt, sagte eine Polizeisprecherin. Sie seien ambulant behandelt worden. Die Polizei habe das Sprühgerät beschlagnahmt, bei allen Beteiligten die Identität festgestellt und sie dann entlassen. Es werde weiter ermittelt.

Zu der Party an der Skalitzer Straße Ecke Manteuffelstraße war die Polizei gegen 23.30 Uhr gerufen worden. Vor und in dem dortigen Lokal hätten mehrere Personen laut Musik abgespielt, grölend Alkohol getrunken und sich nicht an Infektionsschutzmaßnahmen gehalten, berichtete das Präsidium. Der 39-jährige Lokalinhaber habe selbst keine Maske getragen und weder Gewerbeanmeldung noch Konzessionserlaubnis noch Hygienekonzept vorweisen können. Er habe eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeiten erhalten, die Party sei beendet worden, hieß es weiter.