Berlin - Die Bundespolizei hat am Bahnhof Ostkreuz in Berlin-Friedrichshain einen mutmaßlichen illegalen Welpenhandel unterbunden. Wie die Behörde am Samstag auf Twitter mitteilte, hatte eine Frau angerufen und einen Mann mit Welpen in Sporttaschen gemeldet.

Am Ostkreuz stellte eine Streife dann einen Spanier fest, der in mehreren verschmutzten Sporttaschen insgesamt vier Welpen transportierte. Der Mann habe keine Eigentumsnachweise erbringen können, seine Angaben seien unschlüssig gewesen, hieß es von der Bundespolizei. Die kleinen Hunde wurden sichergestellt.

Der illegale Handel mit Welpen nimmt in Deutschland zu. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes waren die Fälle und die Zahl der betroffenen Tiere bereits im ersten Halbjahr 2021 so hoch wie im gesamten vergangenen Jahr. Wegen Corona und gerade vor Weihnachten boomt der Welpenhandel über das Internet, berichtet der Tierschutzbund. Die kleinen Hunde stammen aus illegalen Zuchten meist im Ausland, sind oft krank und wurden viel zu früh von ihren Müttern getrennt.