Berlin - Ein Raser hat bei einem illegalen Autorennen in Charlottenburg-Wilmersdorf einen Unfall verursacht. Laut Zeugen haben sich zwei Autofahrer in Westend ein Wettrennen geliefert, bei dem sie mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Heerstraße gerast seien. Bei einem riskanten Überholmanöver soll einer der beiden, ein 20-Jähriger, den Wagen eines unbeteiligten Autofahrers gerammt haben. 

Nach Angaben der Polizei war der 61-Jährige mit einem Hyundai vor den Rasern auf dem rechten Fahrstreifen gefahren. Durch den großen Geschwindigkeitsunterschied soll der 20-Jährige stark gebremst haben, um einen Aufprall zu verhindern. Als er dem Hyundai ausweichen wollte, habe er laut Polizei die Kontrolle über seinen Audi verloren und krachte in das Heck des Hyundai. Der Wagen wurde dabei so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrtauglich war. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, so die Polizei. 

Polizei Berlin beschlagnahmt Autos und Führerscheine der Raser

Der 19-jährige Kontrahent des Unfallfahrers sei daraufhin auf den mittleren Fahrstreifen ausgewichen, um zu flüchten. Kurze Zeit später kehrte er zur Unfallstelle zurück. Polizisten, die gerade vor Ort ermittelten, stoppten den Verdächtigen und nahmen auch seine Personalien auf. Anschließend beschlagnahmten die Beamten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft seinen VW Polo und den Audi des 20-Jährigen – sowie die Führerscheine der beiden. 

Die Raser müssen sich nun wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten. Gegen den 20-Jährigen wird zudem wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt, da der Audi nicht haftpflichtversichert war.