Nach einem sexuellen Übergriff in einer Berliner S-Bahn ermittelt die Bundespolizei gegen einen 25-Jährigen. Der junge Mann soll am Samstagmorgen eine Frau in einer S-Bahn der Linie S46 bedrängt und begrapscht haben, teilte die Behörde am Montag mit. Ein Zeuge verhinderte vermutlich Schlimmeres.

Der Verdächtige hatte sich nach Angaben der Bundespolizei nach Abfahrt der S-Bahn am Bahnhof Königs Wusterhausen um 8.40 Uhr direkt neben die 30-jährige Berlinerin gesetzt und sie unsittlich berührt. Er tatschte ihr auf den Oberschenkel und dann in den Intimbereich, erklärte eine Sprecherin der Bundespolizei. Die Frau habe versucht, die Hand des Mannes wegzuschieben und forderte ihn lautstark auf, damit aufzuhören.

Grapscher ist einschlägig bekannt bei der Polizei

Ein 56-jähriger Zeuge bemerkte daraufhin die Situation und kam der Frau sofort zur Hilfe, so die Sprecherin. Als er dazwischenging und die Frau von dem Grapscher befreite, trat dieser gegen das Schienbein des Zeugen. Als Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn AG zustiegen, konnte der Somalier zunächst festgehalten und am S-Bahnhof Grünau der Polizei übergeben werden. Die 30-jährige Berlinerin und der 56-jährige Zeuge lehnten eine ärztliche Behandlung vor Ort ab.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung gegen den bereits einschlägig polizeibekannten Mann ein. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 2,54 Promille, so die Polizei. Um weitere Übergriffe dieser Art zu verhindern, ordnete am Sonntag ein Richter Untersuchungshaft gegen ihn an. Bundespolizisten brachten ihn daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt.