Zwei propalästinensischen Demos am Wochenende haben innenpolitisch für viel Empörung gesorgt. Es kam bei den Kundgebungen am Freitagabend und am Samstag in Berlin-Neukölln zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei, Beamte wurden verletzt, es gab außerdem zwei Festnahmen. Demonstranten attackierten Journalisten. In einem Fall wurde einer von ihnen als „Drecksjude“ beschimpft.

Nun wurde die nächste antiisraelische Demo für den Freitag angemeldet, wieder soll sie in Kreuzberg und Neukölln stattfinden wie schon am Wochenende. Unter dem Motto „Protestdemonstration gegen die israelische Aggression in Jerusalem“ ist um 16 Uhr der Start der Kundgebung am Oranienplatz geplant, wie die Polizei mitteilt. Der Protestzug möchte über die Oranienstraße ziehen. Von dort soll es weiter über die Adalbertstraße und den Kottbusser Damm gehen. Zielpunkt ist der Herrmannplatz um 19 Uhr.

Die Polizei Berlin bereitet sich schon jetzt darauf vor, mögliche Eskalationen zu verhindern. „Wir gehen davon aus, dass es wieder emotionalisiert zugehen kann und werden versuchen, Gewalttäter im Vorfeld auszuschließen“, so ein Sprecher zur Berliner Zeitung. Gefährderansprachen werden, wenn nötig, durchgeführt. Die Presse werde geschützt. „Wir werden versuchen, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit in Einklang zu bringen“, so der Sprecher.