Berlin - Nach den „Querdenker“-Demos am Sonntag in Berlin muss sich ein Polizist wegen eines Kniestoßes verantworten. Das LKA für Amstdelikte habe die Ermittlungen gegen den Beamten aufgenommen, schreibt die Polizei auf Twitter. 

Der Polizeibeamte hatte einen festgenommenen Mann am Sonntag an den Haaren gezogen und mit dem Knie ins Gesicht getreten. Ein Video, das unter anderem bei Twitter veröffentlicht worden war, zeigt die Attacke des Beamten einer Einsatzhundertschaft. Die Behörde hatte nach Bekanntwerden des überharten Eingreifens sofort die Ermittlungen aufgenommen.

Wo und wann genau der Vorfall passierte, wird derzeit noch geklärt, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung. Der Einsatzkraft drohen nun dienstrechtliche Konsequenzen.

Auch der UN-Sonderberichterstatter über Folter, Nils Melzer, teilte auf Twitter ein Video vom Wochenende, auf dem mutmaßlich überzogene Polizeigewalt zu sehen ist. Er forderte Zeugen dazu auf, bei der Aufklärung zu helfen.

Bei den Demonstrationen der Gegner der Corona-Politik hat die Polizei in Berlin am Wochenende 576 Menschen vorübergehend festgenommen, um ihre Personalien festzustellen. Insgesamt wurden 544 Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie am Montag mitgeteilt wurde.