Ein Jugendlicher soll in der Hauptmann-von-Köpenick-Grundschule in Berlin mehrere Grundschüler sexuell belästigt haben. Wie die Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung bestätigte, war der 15-Jährige am Freitagmittag in die Köpenicker Schule eingedrungen. Er selbst sei kein Schüler der Einrichtung, hieß es. Auf einer Toilette habe er dann zwei Jungen angesprochen und sie aufgefordert, ihm ihre Genitalien zu zeigen. Das geht aus einem Rundschreiben der Schulleitung an die Eltern hervor. Die B.Z. hatte zuerst über den Vorfall berichtet.

Die betroffenen Kinder flüchteten sofort und vertrauten sich einer Lehrerin und einer Erzieherin an. Die beiden Mitarbeiterinnen hielten den 15-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest, erklärte ein Polizeisprecher. Der Jugendliche kam vorläufig in ein Polizeigewahrsam, wo seine Personalien aufgenommen wurden. Anschließend wurde er seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

Der Vorfall versetzte einige Eltern in große Sorge, dass es zu weiteren sexuellen Übergriffen kommen könnte. Lehrerinnen und Lehrer sollen bereits mit den Schülern gesprochen haben. Dabei sei es auch darum gegangen, wie sich die Kinder in solchen Fällen verhalten sollen. Ob die Schule nun zusätzlich gesichert wird, war zunächst unklar.