Berlin - Ein Linienbus der BVG ist am Montagabend an der Müggelheimer Straße in Köpenick in eine Tramhaltestelle gefahren. Wie die Polizei mitteilte, war der 45-jährige Fahrer aus noch ungeklärter Ursache von links von der Fahrbahn abgekommen. Das tonnenschwere Fahrzeug krachte daraufhin in den Haltestellenbereich einer Straßenbahn und riss über eine Strecke von 65 Metern Schilder, Geländer, Teile eines Wartehäuschens und einen beleuchteten Werbeträger um.

Der Busfahrer erlitt laut Polizei einen Schock. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die drei Fahrgäste des Busses blieben unverletzt. Alkohol oder Drogen hatte der 45-Jährige nach Angaben der Polizei nicht konsumiert. Ob er gesundheitliche Probleme hatte, war zunächst unklar. Verkehrsermittler versuchen nun herauszufinden, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

An dem Gelenkbus und an der Haltestelle sind nach ersten Erkenntnissen hohe Sachschäden entstanden. Der Bus konnte unter schwierigen Bedingungen geborgen werden, sagten Einsatzkräfte vor Ort. Die Müggelheimer Straße war für die Verkehrsunfallaufnahme zwischen der Kietzer Straße und der Wendenschloßstraße für rund zweieinhalb Stunden komplett gesperrt.