Berlin - Mehr als 50 Einsatzkräfte des LKA Berlin haben im Auftrag der Staatsanwaltschaft am Mittwoch mehr als zehn Orte in der Hauptstadt durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Durchsuchungen gab es demnach auch im Bezirksamt Berlin-Reinickendorf und im Berliner Umland. Die zunächst aufgrund einer anonymen Anzeige eingeleiteten Ermittlungen beziehen sich auf die Vorwürfe der Bestechlichkeit und Bestechung, wie die Staatsanwaltschaft in Berlin weiter mitteilt.  

Ein 66-jähriger Mitarbeiter im Fachbereich Straßenbau beim Bezirksamt Reinickendorf und mehrere Verantwortliche dreier Straßenbauunternehmen sind verdächtig, korruptive Unrechtsvereinbarungen über die Vergabe von Straßenbauaufträgen getroffen zu haben. Der weitere Vorwurf: Sie haben bewusst überhöhte Abrechnungen von Straßenbauarbeiten vereinbart, so die Ermittler  

Der 66-jährige Mitarbeiter des Bezirksamts Reinickendorf soll in den Jahren 2016 bis 2021 gegen das Versprechen von Zuwendungen dafür gesorgt haben, dass die Unternehmen Aufträge für Straßenbauarbeiten durch das Bezirksamt Reinickendorf bekommen haben. Dabei sollen Vergabevorschriften missachtet und absprachegemäß überhöht abgerechnete Positionen durch das Bezirksamt Reinickendorf beglichen worden sein.