Ein einjähriger Junge ist am frühen Samstagabend aus mehr als zehn Metern Höhe aus einem Haus im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen in Lichtenberg gefallen. Er wurde lebensgefährlich verletzt. Der genaue Unglückshergang sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei der Berliner Zeitung.

Wie die Polizei Berlin später mitteilte, soll der Junge nach ersten Erkenntnissen gegen 18.35 Uhr mit seiner dreijährigen Schwester im Kinderzimmer der Wohnung in der Mittelstraße gespielt haben und dann aus dem Fenster auf der rückwärtigen Gebäudeseite in die Tiefe gestürzt sein. Dort befindet sich eine Grünanlage.

Die Schwester soll daraufhin ihre Eltern, die zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung waren, über den Sturz informiert haben. Der 26-jährige Vater sei daraufhin nach unten geeilt, habe seinen Sohn in die Wohnung gebracht und dort reanimiert. Die Reanimation wurde kurze Zeit später zunächst von einer Einsatzkraft der Polizei und dann der Feuerwehr übernommen.

Berlin: Junge liegt auf der Kinderintensivstation

Die fliegende Intensivstation „ITH Berlin“ (Christoph Berlin) wurde angefordert und ist am Sportforum am Weißenseer Weg, unweit des Unglücksorts, gelandet. Das Kind wurde zur Weiterbehandlung in ein Fachklinikum geflogen und musste notoperiert werden.

Der Junge  wurde auf die Kinderintensivstation verlegt. Eine Nachfrage bei der Berliner Polizei am Sonntagabend ergab: An dem Zustand des Kindes habe sich nichts geändert.

Wie es zu dem Sturz kam, ob möglicherweise eine Verletzung der Fürsorgepflicht vorliegt, ermittelt jetzt das Fachkommissariat im Landeskriminalamt der Polizei Berlin. Die Ermittlungen dauern an.

Auf einer Wiese, hinter dem Hochhaus, wo auch das Kleinkind vom Vater aufgefunden wurde, lagen eine Menge Kuscheltiere. Ob das Kind zusammen mit der Schwester das Spielzeug vorher aus dem Fenster geworfen hat, wird derzeit auch ermittelt.