Die Polizei Berlin hat am Sonntag in Lichtenberg einen 20 Jahre alten Mann vorläufig festgenommen. Er wollte in einem Paket mehrere Kilogramm Ketamin ins Ausland schmuggeln. Ketamin ist eine dem Arzneimittelgesetz unterfallende Substanz, die aber auch missbräuchlich in der Partyszene konsumiert wird.

Wie die Polizei Berlin mitteilt, erschien der Mann gegen 13 Uhr in einem Versandshop in der Herzbergstraße, um ein Paket zu versenden. Wie er gegenüber dem Shop-Mitarbeiter angab, sollen im Paket angeblich nur alltägliche Gebrauchsgegenstände versendet werden. Der Shop-Mitarbeiter bemerkte allerdings in einer von mehreren als Mundspülung deklarierten Verpackungen eine pulvrige Substanz, die er selbst als Betäubungsmittel einstufte.

Ketamin unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz

Daraufhin alarmierte er die Polizei. Die Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest und brachten ihn auf den nächsten Polizeiabschnitt, von wo aus er dem Dezernat für Rauschgift- und Arzneimittelkriminalität beim LKA übergeben wurde.

Im Ergebnis wurde dort am Montag anhand eines durchgeführten Drogentests festgestellt, dass es sich um mehr als sechs Kilogramm Ketamin im Wert von mehreren Zehntausend Euro handelt. Das Ketamin wurde beschlagnahmt. Wie die Polizei weiter mitteilt, unterliegt Ketamin nicht dem deutschen Betäubungsmittelgesetz. Der Mann wurde nach Durchführung einer Vernehmung aufgrund des Wegfalls von Haftgründen entlassen. Die Ermittlungen dauern an.