Berlin - Nach einem schweren Verkehrsunfall in Lichtenberg sind zwei Männer vom Unfallort geflüchtet, konnten aber später von der Polizei ermittelt werden. Ein 19-jähriger Autofahrer war am Montagabend gegen 22.30 Uhr mit seiner 18-jährigen Lebensgefährtin in seinem Ford auf der Landsberger Allee in Richtung Alexanderplatz unterwegs. Laut Zeugenaussagen wollte er an der Kreuzung Landsberger Allee Ecke Judith-Auer-Straße links in die Franz-Jacob-Straße einbiegen. Dabei wurde der Ford von einem entgegenkommenden VW gerammt. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer des VW mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Landsberger Allee raste.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der VW durch ein Gebüsch und gegen einen geparkten Fiat geschleudert. Die 18-Jährige wurde leicht verletzt. Zeugen gaben an, dass aus dem VW zwei Männer ausstiegen und wegrannten. Alarmierte Polizisten konnten einen von ihnen, den 25-jährigen Beifahrer, etwa zwei Kilometer von der Unfallstelle aufspüren, nachdem Passanten ihn dort schwer verletzt gefunden hatten. Nach Angaben der Polizei erlitt er schwere Kopf- und Brustverletzungen und kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo er seitdem auf einer Intensivstation behandelt wird.

23-jähriger Raser ist weiterhin auf der Flucht

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer des VW seinen schwerverletzten Beifahrer aufgefordert haben soll, zu flüchten. „Bei dem VW-Fahrer handelt es sich nach ersten Erkenntnissen vermutlich um einen 23-Jährigen ohne Fahrerlaubnis“, erklärte eine Polizeisprecherin. Der Mann sei bisher noch nicht festgenommen worden. Fahnder seien ihm aber auf der Spur. Der VW wurde als Beweismittel beschlagnahmt. 

Gegen den weiterhin flüchtigen 23-jährigen VW-Fahrer wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht und Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Den 19-jährigen Fahrer des Ford erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, da er nach Angaben der Polizei den Raser übersehen hatte.