Berlin - Bei der Berliner Polizei sind pro Monat mehrere hundert Anzeigen wegen Betrügereien auf der Plattform eBay registriert worden. Dies geht aus einem Bericht des rbb hervor. Demnach bieten die Betrüger auf Ebay unter falschem Namen Waren an. Die Käufer überweisen Geld auf Konten der Bank N26. Die Namen der Kontoinhaber sind jedoch falsch. Das Geld wird schnell abgehoben, das Konto daraufhin gekündigt und die Ware nie verschickt. 

Die Bank hafte nicht, denn erst ab einem Betrag von 1000 Euro werde geprüft, ob der Name des Kontoinhabers zu dem Konto gehört, heißt es. Hubert Schuster vom Landeskriminalamt Berlin sagte gegenüber dem Sender, es habe 2020 insgesamt 6740 bekannte Fälle von sogenanntem Waren-Bestell-Betrug gegeben. Prinzipiell sei die Gefahr am höchsten bei Geldinstituten, die Video- oder Foto-Identifikation nutzen, so Schuster. Also dort, wo der Täter nicht erst in der Filiale seinen Ausweis vorzeigen müsse. Dies betreffe eine Vielzahl von Banken. 

Ebay kann nicht gegen Betrug vorgehen

Ebay selbst kann dem Bericht zufolge nur selten gegen die Täter vorgehen. Ein Sprecher des Unternehmens sagte: „Häufig sind es nur wenige Minuten bis Stunden, in denen solche Anzeigen online sind. Diese Zeitspanne reicht, um mehrere Interessenten zu erhaschen.“

Polizei und Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht. Man solle besonders aufmerksam sein bei außergewöhnlich günstigen Angeboten oder Händlern mit Sitz im Ausland. Die Polizei empfiehlt, Zahlungsdienstleister mit Käuferschutz wie Paypal oder Lastschriftverfahren in Anspruch zu nehmen.