Nachdem vermutlich Umweltaktivisten die Luft aus Hunderten Reifen großer Autos in Berlin gelassen haben, hat die Polizei zwei Verdächtige im Visier. Festgenommen sei bislang niemand, sagte ein Polizeisprecher. Aber zwei mögliche Täter habe man ermittelt. Es gebe aber wohl noch weitere Täter, weil die Aktion in der Nacht zum 10. Februar in mehreren Stadtteilen gleichzeitig gelaufen sei.

Mehr als 150 Fälle von Autos, an denen Reifen entleert wurden, seien inzwischen bekannt geworden. Vor allem habe es SUV getroffen. Die Täter hätten die Luft aus bis zu allen vier Reifen gelassen. In zwei Fällen seien Reifen zerstochen worden. Die Taten ereigneten sich in Prenzlauer Berg, Mitte, Teilen von Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf.

An mehreren Autos in Prenzlauer Berg und Mitte waren nach Polizeiangaben Zettel mit „umweltpolitischem Bezug“ angebracht worden. Unter anderem stand auf den Zetteln „Fuck SUV“ und „Verkehrswende jetzt!“.