Ein 23-Jähriger soll am Freitagmittag auf einem U-Bahnhof in Berlin-Wedding zwei BVG-Mitarbeiter mit Reizgas attackiert und rassistisch beleidigt haben. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, befand sich der Mann zunächst in den Bahngleisen des U-Bahnhofs Amrumer Straße. Die beiden BVG-Mitarbeiter im Alter von 19 und 21 Jahren forderten den offensichtlich Alkoholisierten mehrmals auf, die Bahngleise zu verlassen und ihnen zu folgen. Letztlich kam der Mann den Aufforderungen nach und begleitete die Angestellten in Richtung Ausgang. Da er unsicher lief und zwischenzeitlich einen Fahrgast angerempelt haben soll, packten die BVG-Mitarbeiter ihn an den Armen und führten den Mann aus dem Bahnhof.

Draußen soll der 23-Jährige ein Reizstoffsprühgerät aus der Tasche gezogen, die Angestellten damit besprüht und sie zudem rassistisch beleidigt haben. Das Personal brachte den Mann zu Boden, wo er bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festgehalten wurde. Sowohl der 19-Jährige als auch sein 21-jähriger Kollege erlitten Atemwegsreizungen und mussten vor Ort von Rettungskräften der Berliner Feuerwehr behandelt werden.

Der Festgenommene kam zu einer Blutentnahme in Polizeigewahrsam und wurde anschließend wieder entlassen. Er muss sich nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der rassistischen Beleidigung verantworten.