Berlin - Einen Tag nach der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos hat die Berliner Polizei einen Mann ermittelt, der als wichtiger Zeuge einen versuchten Totschlag aufklären könnte. Ermittler der 4. Mordkommission hatten am Mittwoch das Bild eines Unbekannten veröffentlicht. Er soll demnach am 16. September 2021 beobachtet haben, wie ein 52-Jähriger durch Schläge und Tritte in Lichtenberg lebensgefährlich verletzt wurde. „Es handelt sich bei den Zeugen um einen 31-Jährigen, der durch seine Mutter namhaft gemacht werden konnte“, erklärte eine Polizeisprecherin.

Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei in einer Grünanlage in der Möllendorffstraße. Eine Passantin hatte gegen 11.40 Uhr eine Gruppe bemerkt, die um einen am Boden liegenden Mann stand. Die 39-Jährige alarmierte daraufhin den Polizeinotruf, woraufhin die Angreifer flüchteten. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr entdeckten dann den Verletzten, versorgten ihn und veranlassten den Transport ins Krankenhaus. Dort wurden Hirnblutungen, mehrere Hämatome sowie Knochenbrüche im Gesicht und am Oberkörper diagnostiziert.

Das 52-jährige Opfer, das der Obdachlosenszene zuzuordnen ist, wurde so schwer verletzt, dass Lebensgefahr bestand. Der Mann lag mehrere Wochen im Koma. Die Kriminalpolizei machte schnell zwei Verdächtige namhaft, die noch am Abend der Tat festgenommen wurden. Es handelt sich um einen 29- und einen 36-Jährigen. Um den Tatverdacht zu erhärten, könnte der nun gefundene Zeuge wichtige Aussagen machen.