Berlin - Ein 18-jähriger Mann hat am Sonntagmittag einen leblosen Säugling im Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn abgegeben. Geschockte Rettungskräfte hatten nach Angaben der Polizei gegen 11.30 Uhr noch versucht, den neugeborenen Jungen zu reanimieren. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Ärzte konnten nur noch den Tod feststellen.

Nach bisherigen Erkenntnissen schließt die Polizei ein vorsätzliches Tötungsdelikt aus. „Eine Obduktion hat ergeben, dass das neugeborene Kind nicht gewaltsam zu Tode kam“, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Zeitung. Die 18-jährige Mutter, eine Frau aus Marzahn, werde derzeit von Ärzten behandelt. „Es handelt sich um einen sehr tragischen Fall“, so der Polizeisprecher. 

Warum wählten die jungen Eltern nicht den Notruf? 

Warum die beiden 18-Jährigen nicht den Notruf gewählt hatten, sei bisher unklar. Ihr Verhalten könne auch darauf zurückgeführt werden, dass sich die beiden jungen Leute in einer außergewöhnlichen Stresssituation befanden. Die Staatsanwaltschaft ist nun dabei, den Tod des Kindes juristisch zu bewerten. Die Ermittlungen zur Todesursache seien noch nicht abgeschlossen, hieß es.