Berlin - Ein Mann hat in der Nacht zu Dienstag in Berlin-Marzahn seine Mutter geschlagen und dann ein Feuer in der gemeinsamen Doppelhaushälfte gelegt. Es wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. 

Der 33-jährige Angreifer soll mitten in der Nacht in das Schlafzimmer seiner Eltern gegangen sein, wo er wie wild auf seine 63-jährige Mutter eingeschlagen habe. Der 65-jährige Stiefvater konnte nach Angaben der Polizei gerade noch dazwischen gehen und weitere Schläge verhindern. Daraufhin sei der Sohn zunächst in sein Zimmer geflüchtet, wo er sich verbarrikadierte, sagte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung. Anschließend habe er ein Feuer gelegt und sei aus dem Doppelhaus an der Straße Kiebitzgrund geflüchtet. 

Steifvater alarmiert Rettungskräfte und Polizei 

Sein Stiefvater alarmierte daraufhin gegen 3 Uhr Feuerwehr und Polizei. Die Einsatzkräfte behandelten die verletzte Mutter und leiteten eine Fahndung ein. Brandbekämpfer konnten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Zimmer verhindern. Die Rettungskräfte brachten die 63-Jährige mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus, wo sie sofort operiert werden musste. Lebensgefahr soll laut Polizei nicht bestehen. 

Am Dienstagmorgen gegen 7.30 Uhr wurde der Mann von Einsatzkräften verwirrt in Kaulsdorf aufgegriffen und in ein Krankenhaus gebracht, so die Polizeisprecherin. Warum der 33-Jährige nachts wutentbrannt auf seine Mutter einschlug, sei noch unklar. Dies müssen nun die Ermittlungen der 4. Mordkommission aufklären, sagte die Sprecherin.