Berlin - In Berlin sollen am Mittwoch an mehreren Orten Menschen rassistisch beleidigt worden sein. Der erste Vorfall habe sich am Mittwochnachmittag in Hellersdorf ereignet, teilte die Polizei mit: In der Stendaler Straße beleidigte demnach ein unbekannter Mann im Alter von etwa 30 Jahren eine 29-jährige Frau rassistisch. Als ihr 39-Jähriger Begleiter daraufhin die Polizei rief, habe der Mann sein Fahrrad auf den Boden geworfen und sei geflüchtet. Polizeibeamte sicherten DNS-Spuren am Fahrrad, das nach den Angaben vom Donnerstag in Schleswig-Holstein als gestohlen gemeldet wurde.

Ein zweiter Übergriff soll sich nur wenige Stunden später im Ortsteil Fennpfuhl ereignet haben. Auf dem Anton-Seafkow-Platz habe ein betrunkener 43-Jähriger ein Ehepaar und deren drei Kinder rassistisch beleidigt, eine Flasche in ihre Richtung geworfen und mit erhobenem rechten Arm nationalsozialistische Parolen von sich gegeben. Nachdem der 30-jährige Familienvater die Polizei rief, nahmen Beamte den Tatverdächtigen vorläufig fest.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt nun in beiden Fällen wegen des Verdachts der Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund. Gegen den 43-Jährigen wird außerdem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt.