Templin -  Ein Mann hat sich in Brandenburg selbst mit einer Armbrust schwer verletzt, nachdem er zuvor eine Frau angegriffen haben soll. Wie die Polizei mitteilte, sei die 59-Jährige am Dienstagvormittag in Templin von einem Unbekannten in der Bahnhofstraße mit einem länglichen Gegenstand am Kopf getroffen worden. Aufgrund der Beschreibungen des Tatverdächtigen sei die Polizei auf einen 37-Jährigen gestoßen, den sie später in einer Wohnung in der Bahnhofstraße aufgefunden habe.

Als die Beamten die Wohnung des Mannes öffneten, lag dieser schwer verletzt am Boden. Die Polizei geht davon aus, dass er sich mit seiner Armbrust selbst verletzte. Ob die Verletzungen der Frau ebenfalls mit der Armbrust herbeigeführt wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen einer Mordkommission. Sowohl die Frau als auch der Tatverdächtige befinden sich derzeit zur medizinischen Behandlung in Krankenhäusern.

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Ost am Mittwoch. Ein politisches Motiv werde aber bislang ausgeschlossen.

Der Mann ist der Polizei bereits bekannt. Im Juli 2020 soll er mit einem Bolzen die Scheibe eines Gebäudes gegenüber seines Wohnhauses in derselben Straße durchschossen haben. Zunächst hatte darüber die Märkische Oderzeitung berichtet.