Berlin - Dank mehrerer Zeugen ist in Berlin eine Schlägerei zwischen bewaffneten Kindern und Jugendlichen verhindert worden. Nach Angaben der Polizei, hatten mehrere Erwachsene am Dienstagmittag im Ortsteil Plänterwald etwa 20 Kinder und Jugendliche gesehen, die sich mit Stich- und Schlagwerkzeugen vor einem Supermarkt am Dammweg versammelt hatten. Den Beschreibungen nach sollen sie unter anderem einen Baseballschläger und Gehhilfen mitgebracht haben. 

Einer der Zeugen erzählte der Polizei später, Auslöser des Treffens sei ein Streit zwischen zwei Schülern, die an der Schule an der Straße Am Plänterwald unterrichtet werden. Da die Auseinandersetzung schon länger hochgekocht sein soll, habe einer der beiden seine Freunde dazu angestachelt, dem anderen einen Denkzettel zu verpassen. Unklar war zunächst, welcher der beiden Schüler die bewaffnete Jugendgruppe um sich scharte. 

Polizei findet bei Festnahme der Jugendlichen Messer und Schraubendreher

Als alarmierte Polizisten nach den Anrufen der Zeugen vor dem Supermarkt vorfuhren, habe sich die Gruppe aufgeteilt und sei in verschiedene Richtungen geflüchtet. Die Beamten riefen daraufhin Verstärkung. Die zahlreichen Einsatzkräfte konnten sie sieben Jungs im Alter von 13 bis 16 Jahren aufspüren und festhalten. Der Polizei zufolge soll ein 13-Jähriger kurz vor der Überprüfung einen Schraubendreher weggeworfen haben. Bei einem 14-Jährigem fanden die Beamten ein Klappmesser. Ein weiteres Messer wurde in unmittelbarer Nähe gefunden.

Die Jugendlichen, die sich mit Baseballschläger und Gehhilfen bewaffnet hatten, seien entkommen. Die sieben Verdächtigen wurden nach Feststellung ihrer Identitäten wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Ermittler wollen nun ihren Bekanntenkreis überprüfen. Die betroffene Schulleitung sei über den Vorfall informiert worden. Die Ermittlungen in dem Fall seien noch nicht abgeschlossen, hieß es.