Berlin - Bundespolizisten haben in Berlin-Lichtenberg einen Jugendlichen festgenommen, weil er in einem Zug mit dem Nachbau einer Pistole hantierte. Nach Angaben der Bundespolizei soll der 17-Jährige am Dienstagabend um 18.45 Uhr ohne Mund-Nasen-Schutz in einer S-Bahn am Bahnhof Lichtenberg gesessen haben. Der Zug habe noch gestanden, als weitere Fahrgäste ihn mehrmals aufforderten, sich eine Maske aufzusetzen. Statt den Aufforderungen nachzukommen, habe er sich mit einem dunklen Gegenstand abgelenkt. 

Einer der Reisenden habe schließlich bemerkt, das der Jugendliche mit einer Schusswaffe herumspielte. Später stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Attrappe handelte. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei betraten kurz darauf vorsichtig den stehenden Zug. Da sie nicht wussten, welche Gefahr von dem vermeintlich bewaffneten Fahrgast ausging, hatten sie eine Hand an ihren Dienstwaffen. Der Bundespolizei zufolge hatten die Waffen der Einsatzkräfte aber noch in den Holstern gesteckt.

Betrunkener Jugendlicher wird von seiner Mutter abgeholt

Als die Einsatzkräfte dem Jugendlichen schließlich die Waffenattrappe abnahmen, sei die Situation eskaliert. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens drohten die Beamten, einen Elektroschocker einzusetzen. Als er sich daraufhin beruhigte, legten die Bundespolizisten ihm Handfesseln an und brachten ihn in die nächste Polizeiwache. Eine durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 1,53 Promille.

Die Beamten leiteten wegen des Verstoßes gegen die Corona-Regeln ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den polizeibekannten 17-Jährigen ein. Er wurde später von seiner Mutter abgeholt.