Berlin - Zwei angetrunkene Porsche-Fahrer haben sich mitten in der Innenstadt von Berlin ein illegales Rennen mit zwei Motorradfahrern geliefert. Die gefährliche Wettfahrt sorgte am Donnerstag in den sozialen Medien für zahlreiche Kommentare, nachdem die Polizei Berlin den Fall über Facebook und Twitter öffentlich gemacht hatte. Das Rennen hatte sich demnach bereits in der Nacht zu Mittwoch in Charlottenburg ereignet. 

Eine Zivilstreife hatte auf der Hardenbergstraße zwei Porsche-Fahrer bemerkt, die an einer roten Ampel neben zwei Motorradfahrern standen. Alle vier Personen hätten nach Angaben der Polizei derart laut ihre Motoren aufheulen lassen, dass es aus den Auspuffanlagen lautstark röhrte und knallte. Als die Ampel auf Grün schaltete, raste das Quartett mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Ernst-Reuter-Platz, wo sie durch ihre Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr brachten. 

An der Kreuzung Marie-Elisabeth-Lüders-Straße, Ecke Bismarckstraße stoppten die vier Raser. Die Zivilbeamten beobachteten, wie alle Beteiligten Blicke austauschten, so die Polizei. Bei Grün sollen die Autofahrer so stark beschleunigt haben, dass die Hecks der Fahrzeuge beinahe den Asphalt berührten. Die Raser seien so schnell gewesen, dass die Polizisten ihnen kaum noch folgen konnten, sagte ein Polizeisprecher. 

Polizisten stoppen die Raser mit einer Straßensperre

Den Polizisten gelang es schließlich, sich mit ihrem Zivilfahrzeug quer vor die beiden Porsches zu stellen und eine Weiterfahrt zu verhindern. Die beiden Motorradfahrer konnten an der kleinen Straßensperre ausweichen und fuhren davon. Bei den beiden Porsche-Fahrern handelt es sich laut Polizei um zwei 36- und 43-jährige Brüder, die bei der Kontrolle eine Alkoholfahne gehabt haben sollen. Da beide einen Atemalkoholtest ablehnten, kamen sie auf ein Polizeirevier, wo ihnen Blut abgenommen wurde. Ihnen wurden zudem umgehend die Führerscheine entzogen. 

Der Porsche 911 Turbo und der Porsche 911 Carrera wurden von der Polizei als Tatmittel beschlagnahmt. Die beiden Autos wurden auf zwei Abschleppwagen geladen und abtransportiert. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.