Berlin - Ein Autofahrer hat am Sonntagnachmittag im Berliner Ortsteil Moabit einen Fahrradfahrer angefahren, daraufhin die Flucht ergriffen und dabei zwei Kinder gefährdet. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll der 30-Jährige mit seinem Audi gegen 15 Uhr auf der Stromstraße in Richtung Lessingstraße unterwegs gewesen sein. Als er dann rechts in die Turmstraße abbog, soll er einen in gleicher Richtung fahrenden 32-jährigen Radfahrer angefahren haben und anschließend weitergefahren sein.

Der flüchtende Autofahrer habe dann mit überhöhter Geschwindigkeit zwei rote Ampeln überfahren, wie die Berliner Polizei bestätigt. Als der daraufhin die Kreuzung Alt-Moabit Ecke Jagowstraße passierte, mussten zwei Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren zur Seite springen, um nicht von dem Auto erfasst zu werden.

Polizist außer Dienst knöpfte sich den Autofahrer vor

Ein außer Dienst befindlicher Polizeiobermeister beobachtete die Situation, stieg in sein Auto und verfolgte das flüchtende Fahrzeug. Als der Audi wenig später verkehrsbedingt an der Kreuzung Alt-Moabit Ecke Gotzkowskystraße halten musste, stellte der Polizist den 30-jährigen Audi-Fahrer und nahm ihn mithilfe weiterer Einsatzkräfte vorläufig fest.

Nach der Feststellung seiner Personalien und einer negativen Atemalkoholmessung konnte er mit den beiden Fahrzeuginsassinnen seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Seinen Führerschein und das Auto beschlagnahmten die Polizeikräfte. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Verdachts der Verkehrsunfallflucht und des verbotenen Kraftfahrzeug-Rennens aufgenommen. Der Radfahrer wurde verletzt und musste von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er ambulant behandelt wurde. Die Kinder blieben unverletzt.