Berlin - Nach dem gewaltsamen Tod einer 50-Jährigen am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg suchen Ermittler weiter nach Hinweisen. Am Dienstag befragten Polizisten Anwohner am Kudamm und in Seitenstraßen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Es würden Menschen gesucht, die die Frau zuletzt gesehen oder Kontakt zu ihr gehabt haben. 

Die Polizei hatte am Ostermontag ein Fotos der toten Frau sowie ihren Namen veröffentlicht. Die Ermittler der Mordkommission erhoffen sich bei dem rätselhaften Fall Unterstützung aus der Bevölkerung. Bis Dienstagnachmittag hatten sich sieben Zeugen bei der Polizei gemeldet. Ihren Angaben werde jetzt nachgegangen, hieß es.

Wie die Polizei Berlin mitteilte, war die 50-jährige Oksana Romberg am 1. April um 17.45 Uhr tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Die Obduktion hatte ergeben, dass sie tödliche Verletzungen an Kopf und Oberkörper erlitten hatte. Ermittler versuchen nun, ihre letzten Stunden zu rekonstruieren. 

Feuerwehr findet Leiche von Oksana Romberg

Die 50-Jährige hatte nach Angaben der Polizei am 31. März gegen 18 Uhr – also rund 24 Stunden vor dem Leichenfund – ihren Laden am Walter-Benjamin-Platz verlassen, um zu Fuß nach Hause zu gehen. Für den Weg hätte sie rund zwei Minuten gebraucht, so die Polizei. Wann sie zu Hause ankam und ob sie zuvor noch woanders war, versuchen Ermittler nun mit Hilfe von Zeugen herauszufinden. Es sei nicht auszuschließen, dass sie ihren Mörder kannte oder gerade kennengelernt hatte. Die Wohnungstür wies keine Einbruchsspuren auf. Möglichweise traf sie den Täter auf dem Heimweg oder wurde vor ihrer Wohnungstür aufgelauert. 

Da die Inhaberin eines Kosmetikstudios am nächsten Tag nicht zur Arbeit erschienen war, hatten besorgte Kollegen zunächst die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte hatten die Tür zu ihrer Wohnung am Kurfürstendamm 61 aufgebrochen. Hier entdeckten sie die Leiche und alarmierten die Polizei.