Berlin - Vor über einem Monat hatten zwei Unbekannte einen 17-Jährigen im Volkspark Hasenheide derart heftig zusammengeschlagen, dass er eine Woche später im Krankenhaus verstarb. Ermittler der 3. Mordkommission haben den Fall nun offenbar aufgeklärt und am Mittwochmorgen drei Verdächtige verhaftet.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Jugendliche von einem Kontrahenten in eine Falle gelockt worden sei. Die beiden Schläger, die ihn angriffen und töteten, seien nach Angaben der Staatsanwaltschaft von dem Widersacher und einer Bekannten beauftragt worden.

Der gewaltsame Tod des 17-Jährigen hatte erneut Diskussionen über die Sicherheit in der Hasenheide ausgelöst. Der Jugendliche ist nicht wie anfangs vermutet ein Zufallsopfer. Die Ermittler sind sich sicher, dass er am Abend des 23. Januar ganz gezielt attackiert worden war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen zwei 24-jährige Männer die Tat ausgeführt haben. Ein 21-Jähriger, der sich mit dem Opfer immer wieder gestritten haben soll, gilt als Anstifter. Seine gleichaltrige Bekannte soll ebenfalls involviert gewesen sein.

Täter schlugen ihr Opfer mit einem Gegenstand den Kopf ein

Wie die Polizei mitteilte, werden die 21-Jährigen verdächtigt, die beiden Schläger beauftragt und das Opfer zum Tatort gelockt zu haben. Die 24-Jährigen sollen den Jugendlichen in ein Gebüsch gezerrt und zu Boden gebracht haben. Dann sollen mit einem Gegenstand auf ihn eingeschlagen haben. Der Jugendliche erlitt dadurch schwerwiegende Kopfverletzungen, woraufhin er acht Tage später im Krankenhaus verstarb. „Hintergrund der Tat waren länger andauernde persönliche Streitigkeiten und Beschimpfungen zwischen dem Opfer und dem 21-jährigen männlichen Mittäter“, erklärte ein Polizeisprecher.

Die drei männlichen Verdächtigen sind bereits wegen anderer Gewaltdelikte einschlägig polizeibekannt. Gegen sie wurden Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Zielfahnder spürten die jungen Männer am Mittwoch auf und verhafteten sie an unterschiedlichen Orten in Berlin. Sie wurden mittlerweile einem Haftrichter überstellt, der die Haftbefehle verkündete.

Inwieweit die 21-jährige Frau an der Tat beteiligt war, sei noch nicht ganz klar. Dies sei weiterhin Bestandteil der Ermittlungen, so der Sprecher.