Berlin - Eine Motorradfahrerin hat im Berliner Ortsteil Oberschöneweide (Treptow-Köpenick) bei der Flucht vor der Polizei einen Unfall verursacht und sich dabei verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich die 25-Jährige in der Nacht zum Mittwoch einer Verkehrskontrolle entzogen. Als eine Polizistin sie mit einer Stoppkelle anhalten wollte, sei die Frau an der Kreuzung Minna-Todenhagen-/Ecke Nalepastraße einfach weitergefahren.

Nach Angaben der Polizei gab die Motorradfahrerin sogar noch Gas und flüchtete in Richtung Köpenicker Landstraße. Die Besatzung des Streifenwagens nahm daraufhin die Verfolgung auf, die erst an einer Einmündung an der Köllnischen Straße in Niederschöneweide endete. Während der Verfolgungsjagd hätten die Polizisten beobachtet, wie die Frau über mehrere rote Ampeln und über einen Gehweg raste.

Frau rammt bei Verfolgungsjagd Pappschild und verletzt sich schwer

Da sie offenbar zu schnell war, verlor sie die Kontrolle über die Maschine und prallte gegen ein Pappschild, das an einer Straßenlaterne befestigt war. Bei dem darauffolgenden Sturz erlitt sie laut Polizei schwere Verletzungen an Armen, Beinen, Kopf und Rumpf. Noch vor Eintreffen eines Rettungswagens gab die Frau zu, keinen Führerschein zu besitzen.

Als Polizisten in ihrer Kleidung nach dem Personalausweis suchten, fanden sie Drogen, so die Polizei weiter. Da die 25-Jährige offenbar Rauschgift konsumiert hatte, wurde ihr später Blut abgenommen. Bei der Überprüfung des Motorrads stellten die Beamten fest, dass es nach einem besonders schweren Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben war. Auch dafür muss sich die Frau nun verantworten.