Berlin - Vermüllung und Zerstörungen im Gleisdreieckpark in Berlin-Kreuzberg haben im Sommer so zugenommen, dass Land und Bezirk trotz verstärkter Maßnahmen die Probleme bislang nicht wirklich lösen konnten. Zwar seien zusätzliche große Müllbehälter aufgestellt worden, teilte die zuständige landeseigene Grün Berlin GmbH in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken mit. Das „ändere jedoch nicht das Fehlverhalten derjenigen, die den Müll auf den Flächen liegenlassen“. Die tägliche vom Land bezahlte Reinigung des Parks und Leerung der Mülleimer habe an den Wochenenden im Sommer zum Teil doppelt so oft stattfinden müssen.

Zerstörungswut und fehlende Disziplin der vorwiegend jugendlichen und jungen Parkbesucher aus den umliegenden Stadtteilen führt auch zu massiven Problemen mit den Toiletten. „Infolge von extremen Vandalismusschäden an den Toilettenanlagen, der regelmäßigen Besetzung durch Obdachlose sowie vermehrtem Drogenkonsum“ hätten die Toiletten abends geschlossen werden müssen. „Es wurden in der Vergangenheit ganze Toilettencontainer vollständig in der Nacht zerstört oder konnten aufgrund einer dauerhaften Besetzung nicht mehr genutzt werden.“ Auch hier habe man die Reinigungsfrequenz verdoppeln müssen.

Parkaufsicht verstärkt

Zudem wurde die „Parkaufsicht“ verstärkt, allerdings mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Bei Lärm und illegalen Partys würde man die Verursacher ansprechen – „unter Vorrang des Eigenschutzes“. Die Parkaufsicht verfüge nicht über ein Hausrecht, so dass „ausschließlich das Ordnungsamt oder die Polizei die nächtlichen Ruhestörungen ahnden“ könnten.

Die Polizei zeige daher inzwischen eine verstärkte Präsenz im Park. Regelmäßig gebe es Lagebesprechungen zwischen der Senatsumweltverwaltung, der Polizei, den Ordnungsbehörden und dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Die Vernetzung sei seit dem Sommer 2021 nochmals enger geworden.